Was darf ein Bürgermeister?

Rechnungsprüfungsausschuss übt Kritik an der Ausgaben- und Gebühren-Praxis in der Marktgemeinde Neubeuern

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 25. Juli 2017 präsentierte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses und Gemeinderat Konrad Stuffer (CSU) die Ergebnisse der Rechnungsprüfung für die Marktgemeinde Neubeuern. In seinem Bericht beleuchtete Stuffer vier Sachverhalte, die nach mehrheitlicher Meinung des Ausschusses einer rechtlichen Überprüfung unterzogen werden sollten, da nicht auszuschließen sei, dass es sich dabei um nicht rechtskonformes Verhalten des Bürgermeisters Hans Nowak (Beurer Bürgernähe) handelt.

Der erste Kritikpunkt bezog sich auf die Finanzierung des Kioskumbaus am Neubeurer See.

2016 wurde im Zuge eines Pächterwechsels die gastronomische Einrichtung einer Generalsanierung unterzogen. Die Kosten waren mit 180.000 Euro veranschlagt. Der Umbau wurde 2016 fertiggestellt. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich laut Bericht tatsächlich auf 290.000 Euro, was einer Kostensteigerung um gut 60 Prozent entspricht, über die der Gemeinderat erst nach Abschluss der Arbeiten informiert wurde. In diesem Zusammenhang wurde im Rechnungsprüfungsbericht außerdem festgestellt, dass es für die außer- und überplanmäßig beauftragten Leistungen keine schriftliche Dokumentation gibt. Die Aufträge seien größtenteils nur mündlich von Bürgermeister Hans Nowak ohne Beschlussfassung des Gemeinderats beauftragt worden. Der Bericht der Rechnungsprüfung schließt hier eine rechtswidrige Vorgehensweise des Bürgermeisters nicht aus.

Als weiteren Punkt monierte der Ausschuss hohe Kosten für die Durchführung der Waren- und Weihnachtsmärkte sowie eine damit verbundene uneinheitliche Gebührenpraxis bei den Marktständen.

Unregelmäßigkeiten seien im Zuge der Rechnungsprüfung auch bei der Erhebung von kommunalen Gebühren bei der Genehmigung von Veranstaltungen sowie im Einwohnermeldeamt aufgefallen. Das Kostengesetz des Freistaates Bayern sieht eine Gebühr für die Genehmigung von nicht gemeindlichen Veranstaltungen vor. Wie aus den Unterlagen und Belegen hervorgeht, seien die Gebühren nicht konsequent von jedem Veranstalter gefordert worden. So finden sich in den geprüften Unterlagen mehrere Aktennotizen, dass einigen Antragstellern die Gebühren auf Veranlassung des Bürgermeisters erlassen wurden. Ähnlich verhält es sich mit den Gebühren von Personalausweisen bzw. Reisepässen. Auch hier haben sich laut Rechnungsprüfungsbericht Aktennotizen in den Unterlagen gefunden, die darauf hinweisen, dass Nowak mehrfach und eigenmächtig die Gebühren erlassen hat.

In der weiteren Gemeinderatssitzung zeigten sich einige Gemeinderäte überrascht von den dargestellten Sachverhalten und monierten die Ausgaben- und Gebührenpraxis. Die Gemeinderäte Konrad Stuffer (CSU), Alois Holzmaier (Freie Wähler) und Martin Fritz (CSU) sind sich einig: „Die Kommune ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts, deren Pflicht es ist, alle Bürgerinnen und Bürger gleich zu behandeln. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass persönliche Gefälligkeiten in kleinerem und größerem Ausmaß zur Amtspraxis des Bürgermeisters gehören, so wirft das kein gutes Licht auf sein Rechts- und Amtsverständnis.“

Nach dem Bericht des Ausschussvorsitzenden haben sich die Gemeinderäte bei einer namentlichen Abstimmung mit 15:1 Stimmen entschieden, die Sachverhalte einer eingehenden rechtlichen Prüfung an die zuständige kommunale Rechtsaufsicht zu übergeben. Man darf gespannt sein, zu welchen Schlüssen die kommunale Aufsichtsbehörde kommt und welche Konsequenzen sich für die Marktgemeinde Neubeuern und ihren Bürgermeister Hans Nowak ergeben.

 

Herausgeber dieser Presseinformation

Konrad Stuffer (CSU)
Gemeinderat und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses

Alois Holzmaier (Freie Wähler)
Gemeinderat, Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss

Martin Fritz (CSU)
Gemeinderat

Hubert Lingweiler (Die Grünen)
Gemeinderat

Politik und Geselligkeit im Bierzelt - das passt!

Stv. Ministerpräsidentin Ilse Aigner begeistert beim politischen Abend im Festzelt Neubeuern

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125. Gründungsjubiläum des Trachtenvereins Edelweiß Neubeuern, verbunden mit dem 97. Gaufest des Inngau Trachtenverbands hatte die CSU Neubeuern zu einem politischen Abend mit der Stv. Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner geladen. Nach einem Begrüßungsschnaps mit Festausschuss und den Vorstandschaften des Trachtenvereins und des CSU Ortsverbands zog Aigner zu den Klängen des bayerischen Defiliermarsches in das Festzelt ein. In ihrer anschließenden Rede gab sie einen Streifzug durch die aktuelle Politik in Bund und Freistaat:

Von der „paradiesischen Kulturlandschaft“ der Region über Vollbeschäftigung, der starken Stellung bayerischer Unternehmen im Ausland, Digitalisierung, Steuern, Fachkräftemangel, das bayerische Bildungssystem, innere Sicherheit bis hin zur Rentenpolitik reichte Aigners Themenspektrum. Sie sprach routiniert Schwerpunkte an, berichtete auch von der politischen Arbeit an Themen hinter den Kulissen.

Wo Ilse Aigner inhaltlich stärker ins Detail ging, konnte sie beim Neubeurer Publikum an diesem Abend viel Applaus ernten. Zum Beispiel, als sie sich beim Thema Steuern klar für eine „Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen“ aussprach und gegen eine „Umverteilung zu Lasten von Familien und Betrieben.“ Eine Vermögenssteuer etwa greife in die Substanz einer Vielzahl von Unternehmen und Handwerksbetrieben ein, die jederzeit von Gewinnschwankungen betroffen sein könnten und ihr Geld besser in Produktion und Entwicklung steckten, als in Steuern: „Es kann nicht sein, dass ein Unternehmer dafür einen Kredit aufnehmen muss, weil er seinen Gewinn reinvestiert hat.“ Sie verbitte sich beim Thema Vermögen eine „Neiddebatte“, denn hier ginge es um „unsere Betriebe und Arbeitsplätze.“

Zustimmung kam vom Publikum, als es um Anreize für mehr Wohnungsbau ging („Landwirte, die Grund verkaufen, sollen steuerliche Vorteile haben“), um die CSU-Pläne für ein neues Baukindergeld und um eine spürbare Senkung oder gar Abschaffung der Grunderwerbsteuer bei Erstkauf. „Steuerpolitik ist Familienpolitik“, machte Aigner ihren und den CSU-Standpunkt klar und forderte weiter, Kinder beim Steuerfreibetrag auf die Stufe der Erwachsenen zu stellen.

Die Interessen von Kindern sprach Aigner häufig an diesem Donnerstagabend an. Etwa, als sie das als Herdprämie oft verunglimpfte Betreuungsgeld verteidigte: „Ein- bis Zweijährige sind froh, wenn sie noch daheim bleiben dürfen.“ Oder, als sie das vielschichtige bayerische Bildungssystem lobte, in dem es „keinen Schulzweig ohne Abschluss“ gebe und in dem man es vom „Mittelschüler zum Hochschulprofessor“ schaffen könne. Als Bayern, das Land der CSU, der Chancen, der starken Exporte („Egal, wo Sie ins Ausland hinfahren, bayerische Unternehmen sind vor Ort“), der Investitionen, ein „Land der Spitzenklasse“ und das „Digitalland Nummer eins“ beschrieb sie den Freistaat.

Gegen Ende schlug sie mit einem Ausblick auf die politische Zukunft Deutschlands doch noch nachdenkliche Töne an. Man solle sich vorstellen, wie es wäre, würde die Union in die Opposition gedrängt und Namen wie Schulz, Nahles oder Wagenknecht würden tragende Rollen als Bundesminister spielen. „Wir haben eine starke Kanzlerin, mit kühlem Kopf und klarem Kompass“, warb Aigner für die Union. Sie sei die mächtigste Frau Deutschlands, um dessen Demokratie und Parteien-Rückgrat man das Land in der Welt beneide. „Demokratie kann auch anstrengend sein“, räumte Aigner ein. Als Schlusswort wollte sie das dennoch nicht stehen lassen. Das Fazit der Ministerin unter lautem Applaus galt ihrem Heimatstaat: „Wenn jemand an Deutschland denkt, denkt er an Bayern“.

Zuvor hatte Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig in einem kurzen Grußwort die inhaltlichen Schwerpunkte ihrer Kampagne erklärt. Ludwig verwies auf die großen Herausforderungen der ablaufenden Legislaturperriode, die insbesondere durch den Einfluss der CSU-Landesgruppe in die richtige Richtung gelenkt wurden. Daniela Ludwig bewirbt sich wieder um das Direktmandat im Wahlkreis Rosenheim, um ihre erfolgreiche Arbeit in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Der CSU-Ortsverband Neubeuern, verkörpert durch Vorsitzender Martin Fritz und seinem Stellvertreter Erich Rasinger, bedankten sich bei den Referenten für den informativen politischen Abend. Neben einem Blumenstrauß für Daniela Ludwig als nachträgliches Geburtstagsgeschenk überreichten sie an Ilse Aigner ein kleines Kunstwerk des Neubeurer Künstlers Franz Poll zur Erinnerung an die Festzeltveranstaltung. Nach der Bayernhymne klang der Abend im Festzelt und in der Bar des Trachtenvereins Neubeuern aus.

 

Der CSU Ortsverband Neubeuern bedankt sich beim Trachtenverein Neubeuern für die gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, den politischen Abend im Bierzelt stattfinden zu lassen. Ein besonderes "Vergelt´s Gott" gilt den vielen Helfern im Rahmen der Festwoche und beim Auf- und Abbau.

Hundert Prozent Bestätigung für Martin Fritz

Mit jeweils hundert Prozent der Stimmen wurden der Neubeurer CSU-Ortsvorsitzende Martin Fritz und die gesamte Vorstandschaft bei der Jahreshauptversammlung in ihren Ämtern bestätigt.

Konrad Stuffer, Erich Rasinger und Andrea Schneebichler fungieren als Stellvertreter, Kai Weber führt die Kasse, Florian Gerthner ist Schriftführer. Als Beisitzer erweitern die Vorstandschaft Josef Paul, Julia Müller, Michael Fürste, Michael Schneebichler, Thomas Richter. Kassenprüfer sind Franz Gerthner und Peter Schneebichler. Als Delegierte vertreten den Ortsverband Martin Fritz, Konrad Stuffer, Florian Gerthner, Erich Rasinger, Josef Paul, Andrea Schneebichler.

In einer straffen Rückschau erinnerte Fritz unter anderem an die 70-Jahr-Feier des Ortsverbandes. Schwerpunkt der diesjährigen Aufgaben wird die Festzeltveranstaltung mit Staatsministerin Ilse Aigner sein, im Rahmen des Festjubiläums des Trachtenvereins Edelweiß Neubeuern. Festleiter Wolfgang Sattelberger überreichte an den Vorsitzenden ein Festzeichen, verbunden mit dem Dank für die Zusage, der tatkräftigen Mitarbeit bei den Auf- und Abbauarbeiten.

Georg Paul – „Obermaor-Schorsch“– wurde vom Vorsitzenden für 55-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Für 40-jährige Parteizugehörigkeit wurden Fritz Vornberger, Johann Poll, Manfred Hümmer und Volker Konrad geehrt.

Einblicke aus erster Hand in die Arbeit der Bundespolizei, vor allem bei der Grenzsicherung, vermittelte Reinhard Tomm, Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Auch die Probleme kleinstrukturierter Handwerksbetriebe und der Gastronomie wurden bei dieser Jahreshauptversammlung diskutiert. „Behördenwahnsinn“ EU-Verordnungen, praxisferne Gesetzgebung – so lauteten die verärgerten Kommentare einiger anwesender Gewerbetreibender. Vor allem die Beschneidungen bei der Arbeitszeitregelung für geringfügig Beschäftigte wurde von ihnen angemahnt. Der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner befeuerte die Diskussion mit Erlebnisberichten aus dem Landkreis, die an ihn herangetragen worden seien.

CSU Neubeuern veranstaltet Diskussionsabend „Pressearbeit im Fokus“

Der CSU Ortsverband Neubeuern lud unter dem Motto „Pressearbeit im Fokus“ zu einem Diskussionsabend mit Norbert Kotter, verantwortlicher Redakteur für den Bereich Rosenheim Stadt und Land bei den OVB Heimatzeitungen. Kotter ging in seinem ausführlichen Vortrag unter anderem auf die Themenauswahl bei einer Lokalzeitung und das deutsche Presserecht ein. Im Anschluss entwickelte sich eine Diskussion, bei der die zahlreichen Interessierten im voll besetzten Salettl des Gasthof Hofwirt ausführlich zu Wort kamen.

Durch den Abend führte Kreisrat Florian Gerthner, der in seiner Einführung auf die Aktualität des Themas „Pressearbeit“ einging: „Nicht erst seit der Verhaftung des Journalisten Deniz Yüzel in der Türkei und dem Streit zwischen dem neuen US-Präsidenten Donald Trump und den internationalen Medien steht die Arbeit der Presse in starkem öffentlichen Fokus. Auch bei uns wird oft strittig diskutiert, welche Themen in der Lokalzeitung besonders hervorgehoben und auf welche Aspekte der Schwerpunkt in der Berichterstattung von Veranstaltungen gelegt wird!“

Mit Norbert Kotter aus der Redaktion des Oberbayerischen Volksblatt hatte der CSU Ortsverband Neubeuern einen Experten aus der Praxis eingeladen, der die Grundlagen der Pressearbeit darlegte, aus dem Alltag einer Zeitungsredaktion berichtete und erklärte, wie die tägliche Themenauswahl erfolgt. Dabei ging Kotter zunächst auf die Rahmenbedingungen der Pressearbeit in Deutschland, als größtem Zeitungsmarkt Europas, ein und stellte das Presserecht und den Pressecodex vor. Im Anschluss zeigte Kotter auf, welche Themen bei den Lesern besonders gut ankommen und wie die Auswahl der Artikel beim OVB sich hieran orientiert. Immer wichtiger wird dabei, so Kotter, nationale und internationale Ereignisse regional aufzubereiten. Auch der Leser soll dabei in Form von Statements, Reportagen und Leserbriefen eingebunden werden.

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich, geleitet von Kreisrat Florian Gerthner, eine spannende Diskussion zwischen dem Referenten und den zahlreichen interessierten Gästen. Intensiv wurde dabei die Auswahl der Leserbriefe, die Berichterstattung über die Neubeurer Kommunalpolitik und den Zulauf zum Brennerbasistunnel erörtert. Es zeigte sich, dass trotz klarem rechtlichen Rahmen und sachlicher Berichterstattung, subjektive Eindrücke im Journalismus eine entscheidende Rolle spielen.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich der CSU Ortsvorsitzende Martin Fritz beim Referenten Norbert Kotter mit einer Auswahl Schnaps aus der Brennerei Paul in Nockl. Augenzwinkernd merkte er an, dass Kotter vor dem nächsten Artikel über die Beurer Kommunalpolitik hiervon ein Stamperl zur Beruhigung trinken solle.

CSU will Neubeurer Kommunalpolitik weiter aktiv prägen

„Informieren, Analysieren und gemeinsam mit unseren Bürgern diskutieren“, unter diesem Motto lud der CSU Ortsverband Neubeuern zu einem kommunalpolitischen Abend ins Gasthaus Hofwirt ein. Die CSU-Gemeinde- und Kreisräte berichteten aus ihrer Arbeit und diskutierten mit den zahlreichen Gästen über die weitere Entwicklung der Gemeinde Neubeuern und der Region Rosenheim.

Unter der schwungvollen Moderation des Stv. Ortsvorsitzenden Erich Rasinger gaben die CSU-Gemeinderäte Konrad Stuffer, Martin Fritz, Michael Schneebichler und Thomas Schwitteck einen Abriss über die aktuellen Projekte der Marktgemeinde Neubeuern. Gemeinderat Stuffer stellte den Sachstand beim Abwasser vor. So werden aktuell die Schmutzwasserkanäle Zug um Zug auf Dichtigkeit überprüft. Im kommenden Jahr steht dann das Klärwerk zur Überplanung an. Er warb auch dafür, über eine Berauchung des Kanalnetzes Fehlanschlüsse zu identifizieren. „Bei Starkregen steigt aktuell die Wassermenge im Klärwerk auf ein Vielfaches. Dieses kommt damit an seine Kapazitätsgrenzen. Die Kosten durch Fehlanschlüsse - z.B. von Dachrinnen - können nicht der Allgemeinheit aufgebürdet werden“, so Stuffer.

Ortsvorsitzender und Gemeinderat Martin Fritz berichtete über das weitere Vorgehen zum Brennerzulauf. Die CSU unterstützt dabei die Bildung der Bürgerinitiative, um konstruktiv die Neubeurer Interessen in den Dialogprozess mit der Bahn einzubringen. Außerdem stellte er den Sachstand und die Pläne zum DSL-Ausbau vor, der auch 2017 weiter erfolgen wird. Bezugnehmend auf die Haushaltslage der Gemeinde stellte er fest, dass die Einnahmen sich aktuell auf einem Rekordhoch befinden. In Anbetracht der notwendigen Investitionen in Klärwerk und Rathaus in den kommenden Jahren lehnt Fritz die im Entwurf der Verwaltung vorgesehen Verdoppelung der Pro-Kopf-Verschuldung alleine im Jahr 2017 ab.

Beschlossen ist eine Erneuerung der Schutzanzüge der Freiwilligen Feuerwehr, so berichtete Gemeinderat Michael Schneebichler. Er verkündete außerdem in seiner Tätigkeit als Judenreferent, dass der Dirtpark ausgebaut werden soll und perspektivisch ein offener Jugendtreff wünschenswert wäre. Über die verschiedenen Sporteinrichtungen und das hervorragende Angebot der Vereine sieht Schneebichler die Gemeinde Neubeuern jedoch aktuell bei der Jugendarbeit gut aufgestellt. Der Block über die Gemeindepolitik wurde vom dienstältesten Gemeinderat Thomas Schwitteck abgeschlossen, der sich zu den Themengebieten Tourismus und Gewerbe äußerte. Schwitteck möchte insbesondere beim Gewerbe den Fokus verstärkt auf die Förderung ortsansässiger Klein- und Mittelstandsbetriebe legen. „Diesen müssen wir ein attraktives Angebot machen, damit sie ihre Arbeitsplätze in der Gemeinde halten“, so Schwitteck. Er sieht dabei die aktuell im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Gewerbeflächen als ausreichend an. Evtl. sollte über Nachverdichtungen nachgedacht werden.

Nach der Gemeindepolitik berichteten die beiden Neubeurer Kreisräte Josef Paul und Florian Gerthner über die Entwicklungen im Landkreis Rosenheim. Im Fokus standen dabei der Ausbau des Landratsamts zu einer Servicestelle für die Bürger mit den notwendigen baulichen Anpassungen am Gebäude, die Müllentsorgung und die dezentrale Sammlung von Biomüll an Wertstoffhöfen. Josef Paul erklärte dabei den Unterschied zwischen einem Hol- und Bringsystem für Biomüll. Durch die hohe Anzahl an Haushaltskompostanlagen sieht er die zentrale Sammlung des Biomülls an den Wertstoffhöfen als wirtschaftlichste Lösung an. Dies habe ein Pilotversuch bestätigt.

Den Abschluss der Veranstaltung machte Kreisrat Florian Gerthner. Er informierte aus dem Jugendhilfeausschuss: „Die Jugendhilfe im Landkreis Rosenheim ist ein Erfolgsmodell“, so Gerthner. Während die Ausgaben in Bayern in den vergangenen fünf Jahren um 50% gestiegen sind, schaffen wir es, das Budget konstant zu halten. Dies erfolgt durch eine enge Abstimmung mit den freien Trägern, eine sehr zielgerichtete Arbeit und viel Aufwand in der Prävention. Ein bayernweiter Vergleich habe ergeben, dass wir trotz vergleichsweise geringem Mittelaufwand unseren Jugendlichen eine gleichbleibend hohe Qualität in der Jugendhilfe zur Verfügung stellen, so Gerthner.

Kreisrat Gerthner ging in einem weiteren Themenblock auf die Weiterentwicklung des ÖPNV in der Region Rosenheim ein. Hier haben die Gremien in Stadt und Landkreis beschlossen, ein gemeinsames Konzept ausarbeiten zu lassen. Gerthner, der der Steuerungsgruppe hierfür angehört, nannte die Bereiche Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern, flexible Bedienformen mit Rufbussen, grenzüberschreitender Verkehr und eine bessere Werbung als besondere Herausforderungen für einen modernen ÖPNV in der Region.

Info-Veranstaltung Brennerzulauf

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Allen Verantwortlichen gilt ein Dank und Anerkennung für die Vorbereitung und Durchführung des Bürgerforums in der vollbesetzten Beurer-Halle.

Von Seiten des CSU-Ortsverbandes hat sich unser 1. Vorsitzende und Gemeinderat Martin Fritz sehr stark in diese Veranstaltung eingebracht.

                                                                                                                           Martin Fritz

Unser Schriftführer Florian Gerthner kümmerte sich zudem um die Veröffentlichung auf Facebook.

Festabend zum 70-jährigen Bestehen

Unser Ortsverband feierte am 24. September im Saal der Dorfwirtschaft Vornberger sein 70-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Mitglieder in der Altenbeurer Kirche. Die Messe zelebrierte Pfarrer Christoph Rudolph.

Als Festredner konnte Staatsminister a.D. Dr. Otto Wiesheu gewonnen werden. Wiesheu blickte in seiner interessanten und fundierten Rede auf die vergangenen Jahrzehnte zurück. Seine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen CSU-Ministerpräsidenten sowie Entscheidungsträgern, insbesondere mit Franz-Josef Strauß, haben seine politische Laufbahn entscheidend mitgeprägt. Diese Zeiten waren sehr fordernd, er hat aber auch daraus viel erfahren und gelernt, so Wiesheu.

Ferner wurden mehrere verdiente Mitglieder für ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken und Treue zur Partei geehrt. Grußworte sprachen neben Daniela Ludwig (MdB) auch der Kreisvorsitzende und MdL Klaus Stöttner sowie MdL Otto Lederer. Auch unser Ex-Bürgermeister Josef Trost war unter den Festgästen.

Der 1. Vorsitzende Martin Fritz und sein Stellvertreter Konrad Stuffer ernannten Sepp Paul senior, Klaus Mößner, Konrad Paul (Altenbeuern), Rotraud Stahl, Franz Gerthner und Thomas Schwitteck zu Ehrenmitgliedern. Vorher gab es im Ortsverband keine Ehrenmitglieder, sodass diese Auszeichnungen als große Anerkennung und Wertschätzung für die Geehrten bezeichnet werden dürfen. Stuffer erläuterte die Ehrungen, verbunden mit einem Abriss der weiteren Aufgaben und Ämter. Urkunden und kleine Geschenke waren die äußeren Zeichen. Paul (Nockl) und Mößner waren gesundheitsbedingt verhindert und konnten an der Ehrung nicht teilnehmen.

Der Gründungstag war der 25. April 1946. Darüber zeigt sich der Festredner verwundert. „Dieser Ortsverband war einer der ersten, die in Bayern gegründet wurden“, meinte Wiesheu. Anerkennung zollte er den zwölf Gründungsmitgliedern, darunter unser Ortspfarrer Leo Hochreiter.

Gründungsvorstand war Sebastian Heibler, „Schuster Wast“ aus Langweid. Nach 15 Jahren folgte ihm Sepp Paul aus Nockl, der den Ortsverband 30 Jahre führte. Ihm folgte Thomas Schwitteck für sechs Jahre, weiter war Franz Gerthner zwölf Jahre Vorsitzender. Seit 2009 ist Martin Fritz aus Altenmarkt Ortsvorsitzender. In die Amtszeit von Sepp Paul fiel auch die Gründung der Jungen Union, mit Gründungsvorsitzenden Thomas Schwitteck, sowie der Frauen-Union mit der Gründungsvorsitzenden Marianne Peisl.

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig stellte zur derzeitigen politischen Situation fest, dass die Forderungen Bayerns beim Thema Asyl gerechtfertigt seien und auch in der Bundesgesetzgebung bereits ihren Niederschlag gefunden hätten. Schauwände (zusammengestellt von Thomas Schwitteck aus eigenen Fotos und Unterlagen) und eine filmische Darstellung (erstellt von Florian Gerthner) zeigten Eindrücke aus den zurückliegenden Jahren und Mandatsträger sowie Persönlichkeiten unseres Ortsverbandes. Kassenprüfer Peter Schneebichler war der stolze Gewinner einer Berlin-Reise, welche von der Abgeordneten Daniela Ludwig zur Verfügung gestellt wurde.

Die gut besuchte Veranstaltung wurde musikalisch von zwei jungen Musikanten,  den Brotzeitmusikanten Marinus und Martin, umrahmt. Ein Resümee des Festabends zog der stellvertretende Ortsvorsitzende Erich Rasinger. Rasinger dankte im Namen der Vorstandschaft auch allen, die zum Gelingen der Feier anlässlich des „runden Geburtstages“ beigetragen haben.

 

Kreisvorsitzender  und  MdL Klaus Stöttner, FU-Vorsitzende Andrea Schneebichler, Ehrenmitglied Rotraud Stahl und 1. Vorsitzender Martin Fritz (von links)

 

1. Ortsvorstitzender Martin Fritz dankt Staatsmininter a.D. Dr. Otto Wiesheu für seine interessante und  informative Festrede.